VDR-Plugin-SportNG (Next Generation)

Auch vom Linux-Bereich konnte ich die Finger nicht lassen. Vielmehr ging es mir um Film und Fernsehen. Seit meinem ersten Videorecorder habe ich gerne Filme und Serien mitgeschnitten. Doch das Handling mit Videokassetten war umständlich und platzraubend. Die Lösung versprachen Receiver mit eingebauter Festplatte – das sogenannte Harddisk-Recording – doch diese Geräte waren damals extrem teuer.

Als preiswerte Alternative bot sich ein Selbstbau-Receiver an. Mit der Software VDR (Video Disk Recorder) für Linux gab es ein Programm, das genau dies versprach. Ganz so einfach war es jedoch nicht: Die Hardware-Vielfalt erforderte viele Anpassungen in den Konfigurationsdateien und oft musste man bestimmte Plugins selbst kompilieren.

Die Geburtsstunde von SportNG

Es gab bereits ein Sport-Plugin, aber ich habe es nie stabil zum Laufen bekommen. Da mein Sohn gerade mit dem Fußballspielen begann und sich brennend für die Bundesliga interessierte, war mein Ehrgeiz gepackt. Ich entschied mich, ein eigenes Plugin zu schreiben: SportNG.

Mit SportNG konnte ich zwei Leidenschaften vereinen: Das in C++ geschriebene Plugin diente als Frontend am Fernseher, während das Backend auf einem Webserver als PHP-Programm mit einer MySQL-Datenbank lief. So konnten Ergebnisse der 1. bis 3. Bundesliga, der Champions League und internationaler Ligen abgerufen werden. Sogar ein Liveticker war integriert, der aktuelle Spielstände als Laufband im Live-TV einblendete.

Am 28.10.2008 habe ich SportNG im VDR-Portal angekündigt.

Projekt-Status

Aufgrund moderner Streamingdienste nutze ich heute schon lange keinen VDR mehr. Der Quellcode ist zwar noch vorhanden, aber der PHP-Teil ist mit aktuellen Versionen wahrscheinlich nicht mehr kompatibel und die Datenbankstrukturen sind verschollen.

SportNG ist somit offiziell „tot und begraben“.